Elbarchive, Dresden 2020
Als Gebäude für einen bodenständigen Künstler, welcher die Schönheit
des Banalen in seinen Werken behandelt, wäre es inadäquat eine
aufsehenerregende architektonische Geste zu präsentieren. Besonders
in Anbetracht des Entwurfsgebiets direkt vor der Dresdner
Semperoper. Aus diesem Grund steht der Entwurf in enger Beziehung
zur umliegenden Topografie und versucht sich mit dem Terrassenufer
zu vereinen.
Das Entwurfskonzept basiert auf der künstlerischen Technik des
Verwischens, welche sich in Richters Werk zu allen Zeiten
wiederfinden lässt. Ob es sich um die Bewegungsunschärfe seiner
frühen Fotografien handelt, welche das Objekt mit dem Hintergrund
verwischen lässt, oder seine Abstrakten Gemälde, bei denen die Farbe
mittels eines Rakels auf die Leinwand gewischt wird, die Technik
wurde vielfach angewandt und neuinterpretiert.
Durch eine ausgeprägte Landschaftsgestaltung und der direkten
Verbindung vom flachen Gebäude zur Landschaft über eine Rampe,
verwischt sich die klare Struktur eines Gebäudes mit der Topografie.
| Elbarchive | |
| Ort: | Dresden |
| Gebäudeart: | Museum |
| Jahr: | 2020 |
| Status: | Projekt |